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22. März 2016 2 22 /03 /März /2016 15:39

Das nächste Ziel war Budapest in Ungarn. Auch dort mussten wir bei Nacht einen sehr weiten Weg 10 Stunden zu Fuß gehen.In Budapest angekommen kam es für uns zu einem großen Unglück. Wir wurden durch die ungarische Polizei von unseren Freunden getrennt. Die Polizei war hart und ohne Erbarmen. Sie haben es nicht zugelassen, dass wir gemeinsam weiter mit unseren Freunden gehen konnten. Wir waren über alle Maßen traurig. Aber wir hatten keine Wahl.

Ich war von all dem so erschöpft, dass ich einen ganzen Tag und eine ganze Nacht geschlafen habe. Der ganze Trubel um mich herum war egal, ich konnte einfach nicht mehr.

Mein Vater weckte mich dann irgendwann und sagte: "Wir müssen weiter!". Nun ging es ohne unsere Freunde weiter mit dem Zug nach Wien in Österreich. Nach einem Tag Aufenthalt in Wien sind wir mit dem Zug nach München gebracht worden. Endlich waren wir in Deutschland. Hier konnten wir bleiben. In all den vielen anderen Ländern wollte uns niemand haben. Wir mussten weiter, immer weiter...

Von München sind wir nach Hamburg gebracht worden. In Hamburg waren wir 13 Tage. In dieser Zeit wurden wir von der Polizei registriert und aufgenommen. Erstmals kümmerten sich Ärzte um uns. Unsere Endstation war dann in Göttingen das Aufnahmelager Friedland. Dort mussten wir noch 2 Monate warten, bis wir jetzt endlich in einem Ort im Landkreis Hannover untergekommen sind. Wir wohnen in einer Wohnung bei einem sehr netten Vermieter.

Ich muss sagen, auf meinem sehr langen Fluchtweg habe ich wirklich nur nette und freundliche Menschen in Österreich und Deutschland getroffen. Diesen Menschen möchte ich von ganzem Herzen danken und sagen, dass ich glücklich bin, hier sein zu dürfen.

Euer Mansour

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