22. März 2016
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Nachdem meine Eltern sich gemeinsam mit ihren besten Freunden, die sie in der Not im Iran kennengelernt haben, dann zur Flucht entschlossen hatten, sind wir eines Tages im Mai an die iranisch-türkische Grenze in den Ort Maku gegangen. Ein Schlepper hat uns für viel Geld dorthin geführt. Von Maku aus sind wir zu Fuß über die Grenze nach Van in die Türkei gelaufen.
Ein anderer Schlepper sollte uns dann von Van bis nach Ankara bringen. Wir mussten diese vielen Schlepper bezahlen, damit wir den bestmöglichen Weg fanden, um unentdeckt über die Grenze und durch das Land zu kommen. Natürlich führten diese Wege meist durch schwer begehbares Gelände. Je schlechter die Strecke, desto sicherer war es. Es war sehr kalt und wir hatten kein Wasser. Ich glaube, wir sind drei Tage gelaufen.
In Ankara bekamen wir vom Schlepper provisorische Ausweispapiere, mit denen wir dann bis zu einer Freundesfamilie nach Zangoldak kamen. Zangoldak ist ein kleines Dorf am Schwarzen Meer. Sie haben uns 14 Tage untergebracht und viel Unterstützung gegeben.
Nachdem wir uns ein wenig erholt hatten, ging die Flucht weiter.Wir brauchten wieder einen Schlepper, der uns nach Istanbul bringen und für die Überfahrt nach Griechenland sorgen sollte. In Istanbul haben wir lange auf den Schlepper gewartet. Ich glaube es waren 6 Tage. Die Wartezeiten bedeuteten immer, dass wir in irgendwelchen Camps oft ohne Toiletten oder sauberes Wasser, manchmal auch mit wenig zum Essen und mit vielen anderen Leuten leben mussten.
Aber dann endlich ging es los.
Fortsetzung folgt
Published by artemisia
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Gesellschaft-Politik