16. November 2008
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17:08
Wie lange noch wird es den Cunas
gelingen , nach ihrer Weise zu leben, im Einklang mit der Natur und
nach den Gesetzen ihrer Vorfahren ?
Der sanfte Tourismus bringt einen bescheidenen Wohlstand , aber mit dem Geld kommt auch immer mehr
von der Zivilisation mit all seinen Vor- und Nachteilen.
In Nargana brennt die Beleuchtung die ganze Nacht . Und bei uns bedeutet es schon den Verlust eines Kulturguts, wenn ein Weihnachtsstern am Kaufhaus aus
Kostengründen nicht mehr leuchten soll. Auf dem panamesischen Festland fressen die Brandrodungen
der Landlords sich heimlich weiter in den Dschungel und Lebensraum der
Cunas - und der Meeresspiegel
steigt und steigt ........
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16. November 2008
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17:00
Immer wieder kommen
Kanus längseits, um uns
Waren anzubieten - wie
zum Beispiel Molas.
Molas sind kunstvoll
gearbeitete Handarbeiten
der Cuna-Frauen. Sie werden
als Blusen getragen, dazu
einen Wickelrock und
Perlenverzierungen an den Handgelenken und den Unterschenkeln.
Je nach Wert gibt es Molas von 5-10 Dollar bis zu mehreren Hundert
Dollar.
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16. November 2008
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16:56


Von klein auf lernen die Kinder mit dem Kanu umzugehen. Alle Wege führen über das Wasser - zum Festland oder zu den anderen Inseln.
Das Kanu ist Verkehrs- und Transportmittel. Es wird aus einem Baumstamm gefertigt und mit einem Paddel bewegt. Einige wenige Kanus
sind mit einem Segel ausgestattet und ganz wenige mit einem Aussenborder. Schon am frühen Morgen fahren die ersten Boote zum
Festland den Fluß hinauf, Trinkwasser zu holen, ausserdem Früchte und
Gemüse von der Plantage , Jagdbeute aus dem Urwald oder auch
Touristen abzuholen, die mit dem Jeep aus Panama-City kommen.
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15. November 2008
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In Azucar wurden wir herzlich empfangen und hatten gleich eine Traube von Kindern um uns. Ludwig gab eine Runde Limo für die Kinder aus.
Dann gab es kleine Unterhaltungen " Wie heisst Du ?" " Wie alt bist Du?"
und dergleichen.Die Jungen zeigten ihre Fußballkünste und die Mädchen
spielten mit uns Faustball. Das Dorf macht im Vergleich zu Carti einen
ungepflegteren Eindruck - kein Blumenschmuck an den Hütten - es gibt sogar ein paar Steinhäuser und sogar eine Kirche. Selten sieht man Frauen mit Molas - der Tracht der Indios - und leider liegt überall auch an der Anlegestelle viel Müll. Früher konnten die Indianer all ihre Abfälle im Meer
entsorgen - das ist leider mit Plastikflaschen und Bier- und Limodosen,
Batterien und all dem Zivilisationsmüll nicht möglich.
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15. November 2008
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Zusammen mit unseren drei neuen Gästen
machen wir einen Ausflug nach Azucar und
den Fluß gleichen Namens.
Gleich nach dem Frühstück holt Apio uns mit
dem Kanu ab, dass er zu diesem Zweck mit
Sitzbalken ausgerüstet hat. Ich als Oldy bekomme sogar eine Rückenlehne. Er ist einer der wenigen stolzen Besitzer eines Außenborders.Wir fahren den Fluß hinauf , zuletzt muß Apio doch das Paddel benutzen und zum Schluß steuert er nur noch und Ludwig und
Katja staken uns wie geübte Gondoliere. Dann machen wir Rast und baden im Fluß. Dann geht es zu Fuß weiter im Flußbett und schließlich zurück auf
einem Pfad entlang den Cuna-Plantagen: hier wird alles angebaut, was sie
zum Leben gebrauchen: Bananen,Mangos und Früchte aller Art,Mais und
Süßkartoffeln. Auf der andern Seite des Flusses ist unwegsamer Urwald.
Mit dem Kanu geht es dann zurück nach Azucar. Dort sind wir bei Apio
zum Essen eingeladen.
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14. November 2008
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Eigentlich hatte ich mir karibische Nächte anders vorgestellt - so jedenfalls nicht:
mit Bauchgrimmen wegen des ungewohnten Essens,
quälender Juckreiz nach dem Angriff der Sandflöhe am Strand,
Kopfschmerzen von zu viel Sundowner,
brennende Augen vom Licht und Salzwasser und
die Angst, nicht rechtzeitig zur Toilette zu kommen.
Also verlasse ich die Koje, taste mich durch die Dunkelheit an Deck und
lege mich in die Hängematte - und irgendwann schlafe ich ein.
Den Mond über mir.
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14. November 2008
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Buchempfehlung: Schwester der Sonne - Ein Jahr in Kuna Yala von Antje Olowaili
Eine junge deutsche Malerin lebt ein Jahr bei den Kunas , lernt ihre Sprache und
Gebräuche, ihre Eigenheiten und Lebensweise. Dabei gelingt es ihr, ein nicht zu
geschöntes Bild der indianischen Welt zu zeichnen und doch viel Verständnis und
Bewunderung zu wecken.
Film-Tipp: Kuna Yala
Ozeanriesen im Urwald
beide Filme von Bernhard Rübe und Angelika Sigl
gesendet auf Arte im Juni 2008 siehe Ruebefilm.de
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13. November 2008
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Reisetagebuch vom 21.7.2008
Der Sonntag verlief ruhig und bei bestem Wetter. Wir haben ein paar schöne Schnorcheltouren unternommen.Heute früh waren wir am Riff und nachmittags war ich mit Katja zur nächsten Insel. Abends gibt es immer ein erstklassiges Essen auf dem Oberdeck
und hinterher ein "Mensch-ärger -dich-nicht" Match. Selbstverständlich mit 1a-Sonnenuntergang inklusive. Morgen fahren wir zurück nach Porvenir, um die neuen Gäste
abzuholen. Dann wieder zurück ins Paradies Coco Banderos. Gerade habe ich mich frisch
geduscht und die Haare gewaschen - das ist auch ein paradiesisches Gefühl.
Gestern waren wir zum Barbecue auf der Insel - war sehr schön und stimmungsvoll.
Leider hatte Ludwig seine Gitarre nicht mit - das wäre noch das I-Tüpfelchen gewesen.
Aber ich kann leider sowieso schlecht hören, weil meine Gehörgänge nach den Tauchgängen verstopft sind.
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12. November 2008
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12:24

Coco Banderos sind eine Gruppe von Korallen-
inseln, die nicht bewohnt sind, sondern reine
Kokosplantagen der Cunas. Es ist ein wunder-
schöner Platz zum Ankern, Schwimmen,
Schnorcheln, Natur beobachten, Strandlaufen,
Hängemattenliegen usw.... Von Azucar aus besucht uns täglich Apio und versorgt uns mit allem,
was uns fehlt : Brot, Fisch oder Langusten, Huhn, aber auch Bananen, Mango und Ananas. Es ist
ein richtiges Südseefeeling und man fühlt sich in die Bacardi-Reklame versetzt.
Obwohl ich der einzige Gast an Bord bin, hat die Mannschaft immer zu tun, irgendwas muß immer repariert werden, der Außenborder oder der Generator, alles muß sauber und aufgeräumt
sein und vorbereitet für die neuen Gäste. Abends nach dem Essen sitzen wir auf dem Oberdeck,
unterhalten uns mit Spielen und geniessen das wunderbare Schauspiel der Wolken und oft auch
der Gewitter, die zu dieser Jahreszeit recht häufig sind. Gelegentlich sind wir auch auf einer
Insel zum Barbecue - darüber dann bald mehr.
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10. November 2008
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20:39
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