Von Coco Bandero über Chichime sind wir gestern nach Ailigandi gefahren. Einige von uns sind mit dem Boot übergesetzt und durften nachdem die Formalitäten bei der Administration erledigt waren durch das Dorf und über die Insel. Fast alle haben auch fotografiert, aber die erwachsenen Cunas wollten sich nicht fotografieren lassen ( was man ja auch verstehen kann! ). Zum Glück für uns hatten die Kinder diese Bedenken nicht und eher viel Spaß mit uns und unseren Kameras.
Heute morgen sind wir dann mangels Wind mit Motorkraft die Küste entlang im Binnenfahrwasser durch eine wunderschöne Insel- und Küstenlandschaft gefahren. Zwischendurch haben wir noch einen Bade- und Schnorchelstop eingelegt. Wir liegen jetzt vor Anker in einem Fjord ( Puerto Escoses ). Hier gab es im 17. JH. eine schottische Kolonie (Neu-Kaledonien )mit einem Hafen (Port St. Andrew), das Darién-Projekt.. Die Schotten wollten hier siedeln und einen Weg schlagen vom Atlantik zum Pazifik. Sie sind aber alle an den widrigen Verhältnissen gescheitert ( Angriffe von spanischen Siedlern und an der Malaria ).Das gesamte Projekt und die Kosten führten zu einem Staatsbankrott und zum Anschluss Schottlands an England.
Gestern morgen fing der Tag aufregend an: die Ankerketten hatten sich verhakt und kamen erst nach viel Bemühen mit Hieven und Fieren und mehreren Tauchgängen von Ludwig und Aron frei, sodass wir schon mit einer Stunde Verspätung von Chichime losfuhren nach Carti zum Flughafen. Dort warteten weitere Gäste auf uns. Stefan stieg hier aus, um seine Rückreise nach Berlin anzutreten und Aron kehrte zurück zu seiner Familie.
Dann ging es los im strömendem Regen hierher nach Coco Bandero. Nach einem ausgiebigem Abendessen gingen wir alle mehr oder weniger müde bald oder später in die Kojen.
Auch die Nacht über regnete es ausdauernd, sodass heute morgen zum Frühstück der Regenschutz auf dem Oberdeck gespannt werden musste. Jetzt lugt ab und zu die Sonne durch und wir hoffen, dass wir dann heute abend ein schönes Barbecue auf der Insel genießen können.
Wir sind jetzt 17 Leute an Bord: Crew 3, special guests 2,sonst ganz gemischt aus: Deutschland, Australien, Amerika, Frankreich, Portugal,Irland, England und China (Hongkong).
Heute ist Zeit zum Lesen, Schreiben, Schwimmen, Schnorcheln usw. Morgen geht die Reise weiter nach Sapzurro (Kolumbien), dann gibt es noch einen Tag-Nacht-Törn bis Cartagena, dem Ziel unserer Reise.