Am Freitag ging es weiter, zuerst mit Maschinenkraft, später Motorsegeln, weil der Wind doch recht bald abflaute. Vorbei an den letzten Cunasiedlungen, vorbei an der Isla Cuba und dann passierten wir die Grenze zwischen Panama und Kolumbien. Am Nachmittag erreichten wir dann Sapzurro und gingen dort vor Anker. Am Abend besuchten wir die Pizzeria im Ort, die von einem Deutschen betrieben wird.
Am nächsten Morgen wurden wir mit einem Boot in den Nachbarort Carpurgana gefahren, um die Einreiseformalitäten zu erledigen. Ein Teil der Gruppe fuhr mit dem Boot zurück, die Anderen gingen zu Fuß über einen Dschungelpfad zurück.
Später entschlossen wir uns, die Reise schon am Abend fortzusetzen und eine Nachtfahrt zur Insel Fuerte zu unternehmen.Maria und ich leisteten Ludwig in der ersten Wache bis 24 Uhr Gesellschaft. Es war wie immer beeindruckend unter dem südlichen Sternenhimmel dahinzutuckern, in der Ferne rundherum Gewitter- und Wetterleuchten...
Vor der Isla Fuerte frischte der Wind auf, sodass es zum Ankern sehr ungünstig war. So beschlossen wir, die Segel zu setzen und weiter zu fahren bis hierher ( Isla San Bernardo).
Hier angekommen gingen wir erst mal ins Wasser. Inzwischen ist die Sonne untergegangen und die Crew bereitet das Abendessen vor (Fischsuppe auf karibische Art).
Für den Rest der Reise haben wir jetzt noch 2 Tage Zeit, am 12.September wollen wir in Cartagena sein.
Von Coco Bandero über Chichime sind wir gestern nach Ailigandi gefahren. Einige von uns sind mit dem Boot übergesetzt und durften nachdem die Formalitäten bei der Administration erledigt waren durch das Dorf und über die Insel. Fast alle haben auch fotografiert, aber die erwachsenen Cunas wollten sich nicht fotografieren lassen ( was man ja auch verstehen kann! ). Zum Glück für uns hatten die Kinder diese Bedenken nicht und eher viel Spaß mit uns und unseren Kameras.
Heute morgen sind wir dann mangels Wind mit Motorkraft die Küste entlang im Binnenfahrwasser durch eine wunderschöne Insel- und Küstenlandschaft gefahren. Zwischendurch haben wir noch einen Bade- und Schnorchelstop eingelegt. Wir liegen jetzt vor Anker in einem Fjord ( Puerto Escoses ). Hier gab es im 17. JH. eine schottische Kolonie (Neu-Kaledonien )mit einem Hafen (Port St. Andrew), das Darién-Projekt.. Die Schotten wollten hier siedeln und einen Weg schlagen vom Atlantik zum Pazifik. Sie sind aber alle an den widrigen Verhältnissen gescheitert ( Angriffe von spanischen Siedlern und an der Malaria ).Das gesamte Projekt und die Kosten führten zu einem Staatsbankrott und zum Anschluss Schottlands an England.